Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahl 2017 werden präsentiert.

Über 30 Bezirksratskandidatinnen und –kandidaten, sowie 7 Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten gehen für die JVP ins Rennen.

Präsentiert werden neben den Kandidatinnen und Kandidaten auch die Forderungen der Kampagne für die Gemeinderatswahl 2017. Die Forderungen der Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker drehen sich dabei Großteils um das Thema Digitalisierung.

Bürgermeister und Stadtparteiobmann Mag. Siegfried Nagl präsentiert die junge Mannschaft und ist stolz auf die vielen Kandidatinnen und Kandidaten: ‚‚GRAZ ist eine junge Stadt, mit kreativen, coolen und vor allem engagierten Menschen! Im Gemeinderat geht es ganz besonders um deren Zukunft! Sie sollen selbst mitreden und mitbeschliessen damit GRAZ weiter die beste Stadt, mit den größten Lebenschancen bleibt!.“

‚‚Wir Jungen sind bereit Verantwortung auch weiterhin zu übernehmen und werden unsere jungen Ideen, wie auch unser Hashtag in den sozialen Medien lautet, einbringen und forcieren, nur so kann ein Fortschritt gelingen“, so JVP Obfrau Martina Kaufmann, die sich über die Geschlossenheit der jungen Kandidatinnen und Kandidaten freut.

Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner ist als ehemaliger Obmann mit der JVP seit jeher eng verbunden: ‚‚Die Grazer JVP war und ist immer ein Garant für Aktivität und junge, innovative Ideen. Das Thema Digitalisierung wird in den kommenden Jahren eines der ganz zentralen für die heimische Politik.“ Als Bildungsstandort wird es in der Zukunft immer wichtiger werden, digitale Inhalte den Schülerinnen und Schülern im Unterricht näher zu bringen und ihnen die entsprechenden digitalen Grundfertigkeiten beizubringen. Für Hohensinner ist klar: ‚‚Digitale Kompetenz wird zu einer selbstverständlichen Kulturtechnik, wie es Lesen, Schreiben und Rechnen heute schon sind. Mein Ziel ist es deshalb den Grazer Bildungsstandort zum modernsten in Österreich zu machen. In der vergangenen Periode haben wir mehr als 40 Mio. Euro in den Ausbau der städtischen Schulen investiert. In den kommenden Jahren wollen wir verstärkt in Richtung Digitalisierung investieren.“ Eine erste Pilotschule will Hohensinner bereits im kommenden Jänner präsentieren. Daneben soll das wichtigste Zukunftsthema auch in den pädagogischen Alltag integriert werden. Die Grazer Volkspartei setzt sich deshalb dafür ein ‚‚Programmieren und Digitalisierung“ als Unterrichtsfach in den Lehrplan zu integrieren.

Stadtobmann-Stellvertreterin und Gemeinderatskandidatin Anna Hopper: ‚‚Wir beschäftigen uns innerhalb der Jungen Volkspartei mit allen Themen, die uns betreffen. Wichtig ist für uns Junge, dass die Digitalisierung stärker forciert wird. Aus diesem Grund haben wir Forderungen ausgearbeitet und beschlossen die sich mit den Bereichen Bildung, Mobilität und Lifestyle aber auch mit E-Government, Tourismus und Vereinen in Graz beschäftigen. Auch die Digitalisierung im Bereich Arbeit und einige neue Ansätze zum Thema Smart City wir einbringen. Wir wollen als Junge Gehör finden und Mitentscheiden.“

Die JVP steht für Innovation und für Vordenken – und das in einer Vielzahl von Bereichen:
1. Bildung
Viele Grazer Pflichtschulen bieten kein zeitgemäßes Lernumfeld für die Schülerinnen Schüler. ‚‚Unsere Pflichtschulen müssen modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden, um ein optimales Umfeld für Schüler und Lehrer zu gewährleisten. Dadurch können auch digitale Medien im Unterricht verwendet und das Verständnis der Schüler im Umgang mit ihnen verbessert werden.“, so Gemeinderatskandidat Alexander Mohr.
In Zukunft würde digitales Know-How in vielen Jobsparten, aber auch im täglichen Leben unverzichtbar sein. ‚‚Es darf nicht sein, dass die Grazer Jugend als Verlierer aus der Digitalisierung hervorgeht, wir müssen unsere Chancen jetzt nutzen“, so Mohr weiter. An der Erstellung eines genauen Konzepts zur Verankerung digitaler Medien im Unterricht sollen Vertreter des Bildungsamtes der Stadt Graz, sowie des steirischen Elternverbandes, Pflichtschullehrer und die steirische Landesschülervertretung eingebunden werden.

Österreich hat ein sehr vielfältiges Tertiäres Bildungssystem, wodurch es möglich ist zwischen verschiedenen Schwerpunkten zu wählen. Viele Studierende sind finanziell auf Nebenjobs angewiesen, die sich oft schwer mit einem Vollzeitstudium vereinbaren lassen. Durch Anreizsysteme sollen berufsbegleitende Studiengänge an den Universitäten gefördert werden und gleichzeitig das Angebot an digitalisierten Lehrveranstaltungen ausgebaut werden. Dadurch könnte langfristig gesehen die Einhaltung der Mindeststudienzeit unterstützt werden.

2. Mobilität
Die Stadt Graz kann bereits einige zukunftsweisende Projekte im Bereich Mobilität vorweisen. Der ‚‚TIM – täglich. Intelligent. mobil.“ Standort am Hasnerplatz und der E-Paper FGI Terminal an der Haltestelle Karlauergürtel zeigen wie sich die Mobilität der Zukunft gestalten kann. Diese Projekte sollen auch weiter unterstützt und ausgebaut werden.

‚‚Graz ist gut unterwegs wenn es um neue Mobilitätskonzepte geht. Ein viel diskutiertes Thema sind allerdings immer noch die Preise für öffentliche Verkehrsmittel. Hier würde ein Smart Card System – wie es bereits in London, Amsterdam und sogar Wels verwendet wird – mehr Flexibilität für die Öffi- Nutzer bedeuten“, so Gemeinderatskandidat Christian Jelesic.

Baustellen legen immer wieder den Grazer Verkehr lahm. Bestehende Systeme geben bereits Aufschluss über blockierte Straßen, sind aber weder zuverlässig noch kompatibel für alle Browser. Eine Baustellen-App nach dem Vorbild Wiens, die alle relevanten Informationen zu den jeweiligen Bauarbeiten bietet, könnte spürbar den Verkehr entlasten. Eine Vernetzung mit bereits bestehenden Apps der Stadt, würde uns dem Ziel eines ‚‚One-Stopp-Shop“ für Verkehrsinformationen näher bringen.

3. Lifestyle
Die JVP steht für Innovation, auch im Bereich der Digitalisierung. Zeitgleich ist es uns ein Anliegen zwischenmenschliche Kontakte in unserer Gesellschaft weiter zu fördern. In stark wachsenden Städten wie Graz ist Anonymisierung oft eine Folge des Wachstums. Hier bietet Digitalisierung, die oft als Ursache gesehen wird, auch einen Lösungsvorschlag, um dem entgegen zu wirken. Im Internet entstehen zahlreiche Nachbarschaftsnetzwerke, die Kontakte zwischen den Menschen fördern und Raum für gegenseitige Unterstützung schaffen. Über diese Netzwerke konnten sich zum Beispiel auch sogenannte Foodsharing Plattformen etablieren. Foodsharing ist ein aus Amerika stammender Trend der Lebensmittelverschwendung in Städten vermeiden soll. ‚‚Wir möchten Foodsharing bekannter machen. So zum Beispiel „FAIRteiler“ des Landes Steiermark. Durch Steigerung des Bekanntheitsgrads und eine bessere online Übersicht soll auf diese Programme zukünftig aufmerksam gemacht werden“, so Gemeinderatskandidatin Marie-Therese Hofmann.
Nachhaltigkeit rückt immer mehr in den Fokus der Gesellschaft. Das zeigen der Erfolg von Foodsharing Initiativen und Aktionstagen wie dem ‚‚Restl Festl – Graz isst auf“.

4. E-Government
Eine große Chance, die Digitalisierung mit sich bringt, ist der Ausbau von E-Government. Behördengänge können dadurch bequem und unkompliziert von überall aus und rund um die Uhr erledigt werden. Seit einer Gesetzesnovellierung im Jahr 2005 können im diesem Bereich einige Fortschritte verbucht werden. Mittlerweile können z.B.: verschiedenste Formulare online ausgefüllt werden und sogar der Steuerausgleich kann dank finanzonline virtuell erledigt werden. Die Problemstellung beim E-Government dreht sich vor allem um das Thema der Sicherheit. Die JVP fordert daher die Schaffung einer sicheren Online-Signatur für jeden Bürger, um einem möglichen Missbrauch bei E-Government Erledigungen vorzugreifen.
‚‚Durch den Ausbau der Sicherheit von E-Government könnte in Zukunft ein zuverlässiges EVotingsystem geschaffen werden. In Zeiten der sinkenden Wahlbeteiligung könnte E-Voting diesem Trend entgegenwirken. Bei den Parlamentswahlen 2015 in Estland wurde bereits ein Fünftel der Stimmen via E-Voting abgegeben“, so Gemeinderatskandidat Moritz Müller-Mezin. Weitere Verbesserungen bei der Vernetzung der Institutionen für besseren Datenaustausch sollen das One-Stop-Shop-Prinzip endgültig verwirklichen. Zusätzlich sollen die Zahlungsoptionen bei Behördengängen um kontaktloses Bezahlen und Bezahlen mit dem Handy erweitert werden.

5. Tourismus
Graz ist eine Tourismushauptstadt. Den Beweis dafür erbringt die Nächtigungsbilanz mit fast 1,1 Mio. Nächtigungen. Verglichen mit dem Kulturhauptstadtjahr 2003 entspricht das einem Anstieg von fast 24%. Auch das Kalenderjahr 2016 verspricht wieder ein Rekordjahr zu werden. ‚‚Oftmals erkunden Touristen die Stadt auf eigene Faust. Eine mit Audio Guide ausgestattete Straßenbahn, die die wichtigsten Grazer Sehenswürdigkeiten anfährt, gibt den Touristen in kurzer Zeit einen guten Überblick von Graz“, so Gemeinderatskandidat Oliver August Tazl.
Nach dem Vorbild der Vienna Ring Tram würde eine solche Sightseeing-Tram mit LCD Bildschirm und Audioguide in mehreren Sprachen, sowie einem für Kinder gestalteten Programm ausgestattet werden. Die deutsche Version des Audioguides könnte von einem berühmten Grazer gesprochen
werden.

6. Vereine in Graz
Für Grazerinnen und Grazer ist die formale freiwillige Arbeit im Rahmen eines Vereines ebenso wichtig wie für alle anderen Österreicherinnen und Österreicher. Sie engagieren sich im Sozial- und Gesundheitsbereich, für Umwelt, Natur und Tierschutz, in der Bildung, betreiben Sport in den facettenreichsten Vereinen, leisten ihren Beitrag für das Gemeinwohl in der Katastrophenhilfe und im Rettungsdienst. Darüber hinaus organisieren sie sich mit ungebrochener Begeisterung für Kunst, Kultur und Unterhaltung. Grazerinnen und Grazer möchten durch ihre Tätigkeit anderen helfen, einen Dienst für das Gemeinwohl verrichten und in Kontakt mit anderen Mitbürgern treten. Sie empfinden Freude und Begeisterung bei ihren freiwilligen Tätigkeiten und nehmen diese, als ihren Beitrag zur Steigerung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes wahr. Es ist die Eigenverantwortung durch Mitarbeit, welche zu einer breiten Akzeptanz und Bereitschaft zur freiwilligen Arbeit führen.

Jedoch ist klar ersichtlich, dass sich ein großer Teil der Bevölkerung mehr Aufklärung über die existierenden Vereine wünscht:

‚‚Für mehr Informationsarbeit […] sprechen sich Schülerinnen und Schüler, Studierende (34 %) sowie Personen mit Zuwanderungshintergrund (30 %) aus. […]Wer selbst freiwillig tätig ist, tritt besonders stark dafür ein, dass die Vereine mehr Informationsarbeit leisten (82 %). Bei den nicht ehrenamtlich/freiwillig Engagierten nennen acht von zehn Befragten die Gemeinden[…] welche informieren soll. “ (Bericht zur Lage und zu den Perspektiven des Freiwilligen Engagements in Österreich, 2. Freiwilligenbericht, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, 1. Auflage 2015, Seite 35-36)

Österreich weißt ein sehr hohes freiwilliges Engagement auf und dennoch verfügt es noch über kein System, in dem sich Vereine zentral gesammelt präsentieren und vernetzen können.

× Deshalb fordern wir, die Junge Volkspartei, die Entwicklung und Etablierung einer Vereinsdatenbank für die Stadt Graz. Wir fordern die Entwicklung einer Plattform für die Bürgerinnen und Bürger, zur Information über das Vereinsangebot in ihrer Nähe. Die Plattform soll eine kurze Präsentation des jeweiligen Vereins beinhalten, die Ziele des Vereins sowie Daten zur Kontaktaufnahme. Es soll zu einer Gliederung in Tätigkeitsfelder kommen und bestimmte „keywords“ definiert werden, die die Suche nach Vereinen erleichtern.

Ebenso soll nach Vorbild der „Freiwilligen Börse der Region Gleisdorf“ Vereinen die Möglichkeit geben werden, auf dieser Plattform um Mitglieder zu werben und damit aktiv auf sich Aufmerksam zu machen. Des weiteren wird durch die geforderte Plattform ein Austausch zwischen den Vereinen vereinfacht und fördert die vereinsexterne Zusammenarbeit. Die geforderten Maßnahmen werden zu einer Stärkung der Freiwilligentätigkeit und zu einer Qualitätsverbesserung im Vereinswesen führen. Zudem ist es möglich, die Bevölkerung stärker für die Freiwilligentätigkeit zu sensibilisieren und die ohnehin hohe Attraktivität des sozialen Engagements weiter zu steigern.

7. Arbeit
Viele gut ausgebildete Lehrlinge, Studenten, Schülerinnen und Schüler verlassen nach ihrer Ausbildung in Graz die Stadt und ziehen beruflich in andere Städte Österreichs oder ins Ausland, da sie in Graz teilweise keinen oder nur einen schlecht bezahlten Praktikumsplatz bzw. Job vorfinden und ein Berufseinstieg in Graz oft nur schwer möglich ist. Auf der anderen Seite finden Unternehmer in Graz oft schwer qualifizierte Arbeitskräfte und können zukünftig nur mit qualifizierten Arbeitskräften am Markt reüssieren. Aus Perspektive der Stadt führt dieser Braindrain dazu, dass die Stadt Graz zwar einen erheblichen Aufwand bei der Ausbildung dieser Personen hat, jedoch dem Aufwand kein Nutzen gegenübergestellt werden kann.

× Um das zu verhindern fordert die JVP Graz die Schaffung einer interaktive Job-Plattform mit dem Namen ‚‚City of Career“. In dieser können Unternehmer kostenlose Praktika und Jobs inserieren und auch zu Veranstaltungen einladen.

8. Smart City
Die Stadt Graz benötigt, umgesetzt durch einzelne Maßnahmen, eine umfassende Idee, um für Wirtschaft und EinwohnerInnen langfristig attraktiv zu bleiben. Deswegen ist es wichtig, neben Forderungen des alltäglichen Lebens in Graz auch einen Fokus auf futuristische Ansätze zur strategischen Weiterentwicklung der Stadt zu setzen. Ziel soll eine langfristig gedachte, energieeffiziente und ressourcenschonende Stadt sein.

× Die JVP fordert die Ausarbeitung eines strategischen Smart-City-Konzeptes, um als Stadt langfristig attraktiv zu bleiben.

Siehe auch HIER für weitere Ideen.

Ideen zur Entwicklung des Konzepts:
× 100%ige Vernetzung aller Prozesse
× Vollkommen selbstfahrende, öffentliche Verkehrsmittel
× Carsharing-Mobilitätskonzept 2.0
o Förderung von EinwohnerInnen, die private Autos zum Carsharing anmelden
o Reduzierung von Autos in Graz
o Innovative Fortbewegungsmittel
× automatisierte Postzustellung mit innovativen Hilfsmittel
o Zustellung via Drohnen
o Selbstfahrende Fortbewegungsmittel
× Verteilerzentren + Radcourriersysteme, die die Waren in die Stadt bringen
http://novelog.eu/pilot-cities/graz/
× Coworking Spaces verteilt in ganz Graz
× Nachhaltige Entwicklung eines Energiekonzepts (Wasserkraft, Solarenergie);
Berücksichtigung von innovativen Formen der Energiegewinnung
×Automatisierte Prozessoptimierung für
o Anstellzeiten
o Wartezeiten bei Öffis
× Bürgerbeteiligung durch regelmäßige Innovations-Labs

Erfolgreiche Vorreiter in Sachen technischer Weiterentwicklung legen auch einen enormen Schwerpunkt auf die Entwicklung von wirtschaftlichen Clustern. Einhergehend mit der Entwicklung eines strategischen Konzeptes müssen dementsprechend auch wirtschaftliche Grundvoraussetzungen berücksichtigt werden, um die Strategie möglichst umfassend auf den Boden bringen zu können.

× Deshalb fordert die JVP eine Entwicklung von wirtschaftlichen ‚‚Tech-Cluster“ am Beispiel vom Silicon Valley oder von Tech Clustern in London mit Incentives und Maßnahmen weiter zu forcieren, wie es im Science Tower bereits begonnen wurde.
Rückfragehinweis:
Martina Kaufmann
JVP Graz
(0664) 4338990
[email protected]