Übertitel oder Jahreszahl: März 2010

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs

Photo credit: ©Grazer Volkspartei

Sub Titel: Neue Verbindungen

Content Titel: 1,15 Milliarden € für Bus und „Bim“

Bereits seit dem Jahr 1878 (!) verfügt Graz über eine Straßenbahn, die zu Beginn als Pferdebahn betrieben wurde. Auf einer 2,2 Kilometer langen Strecke verkehrte die Tram zwischen dem Südbahnhof und dem Jakominiplatz.

Bereits 20 Jahre später wurde die erste elektrifizierte Straßenbahn, eine Kleinbahn, in Betrieb genommen, das Strecken-„Netz“ wuchs auf gesamt 5,7 Kilometer.

Im Jahr 1911 waren acht Straßenbahnlinien etabliert, nach dem zweiten Weltkrieg begann ein Rückbau der Linien – insgesamt neun Abschnitte wurden eingestellt, teils weil man die im Krieg durch Bomben zerstörten Gleisanlagen nicht wieder errichtete und zudem da mehr Flächen für den stark aufkommenden Autoverkehr benötigt wurden. Dafür wurde kräftig in die Modernisierung der Remisen und die Fahrzeugflotte investiert, aber auch neue Verbindungen nahmen den Betrieb auf.

Nach diversen technischen Modernisierungen kamen zur Jahrtausendwende erstmals auch Niederflurtriebwagen zum Einsatz („Cityrunner“ 2001).

Erst im Jahr 2005 – Bürgermeister Nagl war seit zwei Jahren im Amt – setzte eine Initiative für den Netzausbau ein (die erste seit der Linie 1-Verlängerung zum UKH im Jahr 1990!), die mit der Verlängerung der Linie 5 von Andritz kommend bis zum Nahverkehrszentrum Puntigam begann und 2007 mit der Verlängerung der Linien vier (Murpark) und sechs (Peterstal) seine Fortsetzung fand.

In den folgenden Jahren konnte der Ausbau weiter vorangetrieben werden:

Verlegung der Endhaltestellen der Linien 3 und 6 in die Asperngasse,

Verlängerung der Linie Richtung Smart City / Peter Tunner Gasse (derzeit im Gange),

Änderung des Linienverlaufes der Linie 4: Murpark bis Asperngasse (weiterer Ausbau in Richtung Reininghaus derzeit im Gange)

Adaptierungen Linie 3: fährt künftig von der Krenngasse auf der Bestandstrecke des ehemaligen Vierers nach Andritz.

Die Eröffnung der neuen Strecken ist mit 26. November 2021 geplant. In einem zweiten Schritt ist bis 2023 die Errichtung einer Innenstadt-Entlastung durch die Neutorgasse geplant. Diese Strecke soll von den ab 2023 neu eingeführten Linien 16 und 17, die die Linien 6 und 7 zwischen St. Peter und Smart City bzw. LKH Med Uni und Wetzelsdorf verstärken werden, befahren werden. Die Linien 1, 4, 6 und 7 werden zwischen Jakominiplatz und Roseggerhaus weiterhin über die Bestandsstrecke über den Hauptplatz fahren, während die Linien 16 und 17 über die Neubaustrecke durch die Neutorgasse geführt werden. Mit Inbetriebnahme der Linie 16 ist geplant, die Linie 6 künftig nur mehr ab Schulzentrum St. Peter fahren und zu lassen und die Endstation St. Peter nur mehr durch die Linie 16 anzubinden.

Von eminenter Wichtigkeit ist in diesem Kontext auch die Schaffung des Nahverkehrsknotens Hauptbahnhof, der seit 2015 das Grazer Straßenbahnnetz mit dem Streckennetz von ÖBB und GKB verbindet.

Die Holding Graz Linien (vormals Grazer Verkehrsbetriebe) beförderte zuletzt etwa 91 Millionen Passagiere pro Jahr, wobei mehr als 50 Millionen die Straßenbahnen frequentieren und ca. 41 Millionen mit Bussen unterwegs sind. Auch die bereits seit 1894 betriebene und zuletzt im Jahr 2004 modernisierte Schloßbergbahn zählt zum Streckennetz der Holding Graz Linien – jährlich etwa 700.000 Menschen nutzen die in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule für Industrial Design entwickelten Wagen, um auf den Grazer Schloßberg zu gelangen.

Insgesamt wurden in den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs in Graz seit dem Jahr 1999 nicht weniger als 1,15 Miiliarden (!) Euro investiert. Mit diesen Mitteln wurden nicht nur neue Straßenbahnlinien etabliert, das Streckennetz erweitert, neue Busse und Straßenbahnen angeschafft oder Smart City und Reininghaus auf Schiene gebracht, auch für die neue Busgarage, für Elektromobilität oder für das Projekt TIM u.a. wurden die Mittel aufgewendet.

So gilt es in Graz auch in Zukunft große Investitionen zu tätigen, wobei in den ÖV-Planungen die Mini-Metro eine zentrale Rolle spielen soll.

Alle erfolgreichen Projekte im Überblick.

Alle Projekte
Bildung
Bildung
Kultur
Kultur
Lebensqualität & Naherholung
Lebensqualität & Naherholung
Leuchtturmprojekt
Menschenrechte & Religion
Menschenrechte & Religion
Mobilität & Verkehr
Mobilität & Verkehr
Service & Digitalisierung
Service & Digitalisierung
Sicherheit & Schutz
Sicherheit & Schutz
Soziales & Familie
Soziales & Familie
Sport
Sport
Umwelt & Nachhaltigkeit
Umwelt & Nachhaltigkeit
Wirtschaft & Arbeit
Wirtschaft & Arbeit
Wissenschaft & Forschung
Wissenschaft & Forschung
Wohnen & Stadtentwicklung
Wohnen & Stadtentwicklung
ladet...
mehr laden
Kategorien
  • Alle Projekte
  • Bildung
  • Bildung
  • Kultur
  • Kultur
  • Lebensqualität & Naherholung
  • Lebensqualität & Naherholung
  • Leuchtturmprojekt
  • Menschenrechte & Religion
  • Menschenrechte & Religion
  • Mobilität & Verkehr
  • Mobilität & Verkehr
  • Service & Digitalisierung
  • Service & Digitalisierung
  • Sicherheit & Schutz
  • Sicherheit & Schutz
  • Soziales & Familie
  • Soziales & Familie
  • Sport
  • Sport
  • Umwelt & Nachhaltigkeit
  • Umwelt & Nachhaltigkeit
  • Wirtschaft & Arbeit
  • Wirtschaft & Arbeit
  • Wissenschaft & Forschung
  • Wissenschaft & Forschung
  • Wohnen & Stadtentwicklung
  • Wohnen & Stadtentwicklung
ladet...
Mehr laden