Übertitel oder Jahreszahl: Februar 2021

Der neue Stadtteil Reininghaus

Photo credit: ©Grazer Volkspartei

Sub Titel: Reininghaus:

Content Titel: Ein neuer Stadtteil für 12.000 Menschen

Dem 100 Hektar großen Areal der ehemaligen Reininghaus-Brauerei – einer Jahrzehnte alten Industrie-Branche – wird mit der Entwicklung eines modernen Stadtteiles neues Leben eingehaucht.

Zahlreiche Anläufe seit dem Jahr 2005, die Grundstücke von Investoren entwickeln zu lassen, zeitigten keinen Erfolg.

Als sich die Entwickler-Gesellschaft zurückzog, weil ein Gesamtkonzept für die Bebauung nicht durchzusetzen schien und noch dazu eine negative Volksbefragung zur Frage, ob die Stadt die Grundstücke erwerben sollte, massiven Druck erzeugte, sah sich Bürgermeister Siegfried Nagl 2012 veranlasst, das Projekt näher an die Stadt zu ziehen.

Dem Projektentwickler und Eigentümer „Asset One“ wurde daher die Umwidmung von Gewerbegebiet in Bauland in Aussicht gestellt. Dafür sicherte sich die Stadt Graz im Gegenzug Flächen in der Größenordnung von 15 Hektar für Verkehrsflächen und Grünraum sowie einen Infrastrukturkostenbeitrag in der Höhe von 15 Millionen Euro.

Auf Basis des bereits 2010 beschlossenen Rahmenplans, welcher das Areal in einzelne Quartiere mit unterschiedlichen Nutzungen unterteilte – fürs Wohnen und Arbeiten ebenso wie ausreichende Grünflächen, öffentlicher Raum und Platz für die nötige Verkehrsinfrastruktur – konnte man nun das Projekt konkretisieren, wobei sich die Stadt zumindest teilweise Gestaltungsspielraum und Einflussnahme zur geordneten Siedlungsentwicklung via Verträgen, Flächenwidmungsplan, Rahmenplan sowie über die einzelnen Bebauungspläne für die Quartiere sicherte.

„Türöffner“ für den Start des Mammut-Projektes war schließlich der Baubeginn der neuen ÖAMTC-Landeszentrale, welcher im Jahr 2013 im nordöstlichen Teil der Reininghaus-Gründe erfolgte.

Die Umsetzung des neuen Stadtteiles geschieht nach Richtlinien einer Smart City – unzählige Maßnahmen sorgen für eine Förderung ökologischer Energiemodelle, sanfter Mobilität sowie den schonenden Umgang mit Ressourcen.

Im Endausbau wird der neue Stadtteil nicht nur Wohnraum für insgesamt mindestens 12.000 Menschen bilden, sondern auch eine Infrastruktur, die sämtliche Lebensbereiche bedient – beginnend bei Arbeitsplätzen über Gesundheitsversorgung, einem Bildungscampus und Kinderbetreuung, dem neuen Bezirkssportplatz bis zu gastronomischen und kulturellen Angeboten sowie reichlich Grünflächen, wie den großzügig angelegten zentralen Park im Herzen der Anlage.

Die „Neustadt“, wie der Stadtteil auch gerne bezeichnet wird, soll so eine Stadt der kurzen Wege werden; eine leistungsfähige Anbindung an den ÖV mittels Straßenbahn befindet sich in der Bauendphase und soll im November 2021 fertiggestellt sein.

Einst unterstellte man dem Bürgermeister, Bauherr eines Luftschlosses in Reininghaus zu sein. Die heutige Realität zeigt jedoch, dass das Gegenteil der Fall ist! Die Reininghaus-Quartiere wachsen rasant – erste Wohnungen konnten bereits in diesem Jahr fertiggestellt werden.

Bei der architektonischen Gestaltung, die mit einem von den renommierten Grazer Architekten Eisenköck und Coop Himmelb(l)au konzipierten, 75 Meter hohen Bauwerk einen weiteren „Höhepunkt“ finden, wurde überdies versucht, das Erbe der Vergangenheit in die Planungen miteinzubeziehen:

So bleiben etwa die denkmalgeschützte Tennenmälzerei, die eine Servicestelle, eine Bibliothek sowie eine Kultureinrichtung beherbergen wird, und das Braustüberl, das auch künftig gastronomisch genutzt werden soll, erhalten.
Dem Anspruch, einen neuen, innovativen Vorzeige-Stadtteil für alle Generationen zu entwickeln, kommt man also in großen Schritten näher, ein seriöser Zeitplan für den Endausbau lässt sich – den vielen nicht nennen.
Was aus Reininghaus tatsächlich wird, hat jedoch Redakteur Bernd Hecke in der Kleinen Zeitung vom 19. Juni 2020 womöglich am treffendsten formuliert: „In Reininghaus, zwischen den Kränen, Baugruben und Rohbauten ahnt man Herausforderungen, die warten (…) aber man bekommt auch die Ahnung, dass es klappen könnte. Dass Hochhäuser am richtigen Platz entstehen. Dass Graz es mit Stadtteilentwicklung hier ernst meint. Vielleicht wird Reininghaus nicht ideal, aber allemal überzeugend urban. Ja, Reininghaus ist Hoffnungsgebiet.“

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