Übertitel oder Jahreszahl: Juni 2021

Die Wieder­belebung der Bäche und der Grazer Hoch­wasser­schutz

Photo credit: ©Grazer Volkspartei

Sub Titel: Hochwasserschutz als Öko-Chance

Content Titel: Sachprogramm „Grazer Bäche“ sorgt auch für Renaturierung

In der Stadt Graz gab es schon seit jeher Hochwasserkatastrophen. Dokumentierte Hochwasserereignisse reichen bis in Jahr 1573 zurück (Grazbach).

Seit der Jahrtausendwende treten in Graz auch immer häufiger Starkregenereignisse auf. Am 21. August 2005 kam es zu einer besonders schlimmen Überschwemmung: Nahezu alle Grazer Bäche traten an diesem Tag über ihr Ufer!

Am stärksten betroffen davon war der Bezirk Andritz, aber auch in St. Peter, Mariatrost und Gösting richteten Hochwasserereignisse beträchtliche Schäden an.

Für das Land Steiermark unter dem zuständigen Landesrat Hans Seitinger war dies dringender Anlass gewesen, ein umfangreiches Hochwasserschutzprogramm zu starten, das die Stadt 2006 mit Bundesunterstützung als „Sachprogramm Grazer Bäche“ in die Gänge brachte.

Die Grundstückseinlösen waren gerade erst abgewickelt und erste Baumaßnahmen begonnen worden, als das zweite gravierende Hochwasserereignis im Juli 2009 eintrat, welches im Bereich der Andritzer Maut, im Andritzer Zentrum sowie in St. Peter abermals große Flächen unter Wasser setzte.

In den Gassen, Kellern, Tiefgaragen und Wohnungen stand das Wasser teils knietief; die Bestürzung und der Unmut bei den Betroffenen waren für die Stadt ein Grund mehr, die Baumaßnahmen so gut es geht noch rascher voranzutreiben. Angesichts schwieriger Grundstückseinlösen und äußerst komplizierter Planungsmaßnahmen und Auflagen war das jedoch kein leichtes Unterfangen!

Das Sachprogramm für Grazer Bäche beschränkte sich nicht ausschließlich auf die Verhinderung von Überschwemmungen. Ziel war und ist es auch, eine Aufwertung der Ökologie, eine teilweise Renaturierung sowie eine Verbesserung der Naherholung an den Grazer Bächen herbeizuführen. Daher wurde schon früh unter Berücksichtigung schutzwasserwirtschaftlicher Grundsätze eine Vorgehensweise definiert, die folgende Punkte beinhaltet:

  • Naturnahe Maßnahmen dort, wo nach Möglichkeit Uferbefestigungen mittels Holzes und Steines anstelle von Beton bewerkstelligt werden
  • Passiver Hochwasserschutz, der den Erhalt von unproblematischen Überflutungsflächen gewährleistet (keine Bebauung)
  • Erhalt von Waldflächen im Wasserspeicherungsgebiet
  • Retentionsmaßnahmen wie B. die Schaffung von Rückhaltebecken sowie Sohlaufweitungen

Für das bis ins Jahr 2023 anberaumte Programm wurden und werden insgesamt mehr als 40 Millionen Euro aufgewendet – hier nur einige der wichtigsten Projekte:

  • Schöcklbach: Linearausbau, Versickerbecken + Rückhaltebecken Annagraben, RHB Weinitzen => gesamt 12,6 Millionen Euro
  • Petersbach: Rückhaltebecken, Durchlasssanierung, Verrohrungen, Linearaubau, Bachräumung => ges. 13,6 Millionen Euro
  • Andritzbach: 2 Rückhaltebecken Stattegg, Linearausbau => ges. 8 Millionen Euro
  • Gabriachbach: Rückhaltebecken, Linearausbau => ges. 3,3 Millionen Euro
  • Mariatrosterbach: Rückhaltebecken, Linearausbau => ges. 2,8 Millionen Euro
  • Leonhardbach: Kleinsanierung für 2,3 Millionen Euro
  • Rettenbach, Josefbach: Planung + Brückenneubau => ges. 3,8 Millionen Euro
  • Einödbach: Rückhalte- und Versickerungsbecken, Geschieberückhaltesperre => ges. 4 Millionen Euro

Hinzu kommen noch Maßnahmen für Rückhaltebecken am Bründlbach, am Stufenbach und am Messendorfbach sowie Maßnahmen für den Mariagrünerbach, den Mariatrosterbach und den Leonhardbach, damit sämtliche 52 Grazer Bäche in Hinkunft nicht mehr über die Ufer treten! Ein enormer Aufwand für die Stadt, der jedoch zum Schutz der Bevölkerung, aber auch im Hinblick auf die Renaturierungsinitiativen allemal gerechtfertigt ist!

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